Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart

Cross-Impact Bilanz Analyse Lab

Das CIB-Lab entwickelt die CIB Methode weiter, führt CIB-basierte Szenarioprojekte durch und unterstützt die internationale Anwender-Community

 

Szenarien sind heute ein unverzichtbares Instrument der Zukunftsplanung in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und darüber hinaus. Zwischen intuitionsbasierten Szenariomethoden und mathematischer Modellierung hat sich das Feld der semi-formalisierten Szenariomethoden etabliert. Diese sind besonders für Szenariothemen geeignet, für die nur qualitative Einsichten zu den Systemzusammenhängen existieren, die aber andererseits auch zu komplex für eine mentale Analyse sind.

Das CIB-Lab am ZIRIUS befasst sich methodentheoretisch und anwendungspraktisch mit der Cross-Impact Bilanz Analyse, die speziell für diesen Typ von Szenarien ausgelegt ist. Die CIB wurde am ZIRIUS entwickelt und wird inzwischen weltweit zur algorithmusbasierten Entwicklung von qualitativen und semi-quantitativen Szenarien eingesetzt. Die Methode ist thematisch generisch, typische Einsatzfelder liegen beispielsweise in der Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforschung.

CIB beruht auf der qualitativen oder semi-quantitativen Erfassung der Interdependenzen eines komplexen Systems auf der Basis von Experten- bzw. Stakeholdereinschätzungen und/oder Literaturauswertungen. Die so erfassten Interdependenzen definieren ein qualitatives Einflussnetzwerk, das nach formalen Konsistenzkriterien (dem CIB-Konsistenzprinzip) ausgewertet werden kann und auf „konsistente Szenarien“ des Systemverhaltens führt. Diese können z.B. für Planungen, Strategieentwicklungen oder Interventionsanalysen verwendet werden.

 

Ziel des CIB-Labs ist es, die Realisierung der Potenziale der CIB-Methode insbesondere in der Szenariopraxis zu fördern und diese weiterzuentwickeln. Das CIB-Lab befasst sich mit

 der Durchführung von CIB-Anwendungsprojekten

der Befassung mit methodischen Fragen zur CIB Analyse, darunter der Entwicklung und des Testens von  Methodenerweiterungen

der Pflege und Weiterentwicklung der CIB-Software ScenarioWizard

der Pflege der Methodenhomepage www.cross-impact.de, die diese Software sowie Methoden-Informationen und eine Bibliographie zur Verfügung stellt

der Erfassung und methodologischen Analyse von publizierten CIB Anwendungen mit dem Ziel, Lerneffekte und Praxisempfehlungen für die Methodenanwendung zu entwickeln

 der Betreuung des internationalen Netzwerks von Forschungseinrichtung, die CIB anwenden oder methodisch beforschen

der Beratung von Anwendern, der Betreuung von Gastwissenschaftlern und der Durchführung von Trainingsmaßnahmen.

Das CIB-Lab kooperiert eng mit dem Forschungsbereich „Methodenforschung“ des ZIRIUS.

Anwendungs- und Methodenforschungsprojekte

Laufende Projekte

Das Projekt befasst sich mit den Einflüssen auf die Wassernachfrage und -versorgung in den peruanischen Anden. Am CIB-Lab werden dazu gemeinsam mit lokalen Akteuren Szenarien entwickelt, die Aufschluss über die Versorgungsrisiken für die betroffenen ökonomischen Sektoren und sozialen Gruppen sowie Orientierung für die hydrologische Modellrechnungen des Projekten geben sollen.

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Die Energiewende erfordert einen tiefgreifenden Umbau der Energieerzeugung, -verteilung und –nutzung in Deutschland. Bisher hat sich die Forschung vor allem darauf konzentriert, technische Lösungen für einzelne Bereiche des Energiesystems zu entwickeln.

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Die „Energy Scenario School“ ist ein interdisziplinäres Graduiertenkolleg mit dem Ziel den gesamten „Lebenszyklus“ von Energieszenarien in den Blick zu nehmen. Dieser erstreckt sich von deren Konstruktion über Assessment und Impact. ZIRIUS beteiligt sich mit Forschung zur methodischen Verknüpfung sozialwissenschaftlicher und energietechnischer Aspekte mit Hilfe der CIB Analyse und der methodischen Erweiterung der CIB Analyse durch die Integration soziologischer Theorie.

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Bei der Verteilung und Nutzung von Wasser kann es zu Konflikten zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren kommen. Am Beispiel von Lima/Peru analysiert ZIRIUS die Wechselwirkungen zwischen sozioökonomischen, politischen, kulturellen und ökologischen Einflussfaktoren für Wasserkonflikte. Dies dient als Basis für die Entwicklung angepasster Beteiligungsprozesse zur Konflikttransformation.

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Abgeschlossene Projekte

Modellgestützte Analyse und Bewertung der Auswirkungen einer Netzautarkie von Regionen im deutschen Energiesystem. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes AutGrid analysiert das Fraunhofer ISE zusammen mit ZIRIUS die beobachteten Entwicklungen im Bereich der Energieregionen.

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  • Projektförderung:          BWPLUS – Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung des Landes Baden-Württemberg
  • Projektlaufzeit:               Januar 2014 – Juni 2016
  • Ansprechpartner:           Dr. Wolfgang Hauser
  • Mitarbeiter:                    Dr. Ulrich Fahl (IER, Projektleitung), Dr. Wolfgang Hauser, Dr. Marco Sonnberger          

Projektziele

Vielfältige Aktivitäten zur Nutzung erneuerbarer Energien, zur Energieeinsparung und zur Emissionsminderung von Kommunen, Regionen, aber auch Bundesländern lassen sich unter dem Schlagwort der „Energie-Autarkie“ bündeln. Im Rahmen dieses Projektes wird vor diesem Hintergrund in einem interdisziplinären Forschungsteam von Ingenieur- und Naturwissenschaftlern sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern den folgenden zentralen Fragen nachgegangen:

  • Begriffsverständnis zur Energie-Autarkie bei Wissenschaft, Stakeholdern und Bürgerschaft innerhalb von Baden-Württemberg.
  • Technische und ökonomische Modellierungsansätze zum Energiebedarf und den verfügbaren Energieressourcen. Dabei soll insbesondere auch die Bedeutung von Energiespeichern, Flexibilisierungspotenzialen und Netzen analysiert werden.
  • Simulation der für ein regionales Optimum benötigten Infrastruktur und Analyse deren Konsistenz
  • Partizipation (Stakeholder und Experten) und Akzeptanz (Bürgerschaft) für die erforderliche Infrastruktur, deren Kosten, Verhaltenskonsequenzen (Energieeinsparung) und Aktivitätspotenzial (Energiegenossenschaften, Lokale Agenda Gruppen, Stadtwerke usw.)


Methoden

Es werden Simulationen und Szenarien zu den drei Kernbereichen der Energiewende, Wärme, Strom und Mobilität im privaten, industriellen und gewerblichen Sektor, erstellt. Hierzu gilt es, komplexe Simulationsmodelle auf Basis vorhandener erprobter Simulationssysteme weiter zu entwickeln und miteinander zu einem modularen Modellverbund über die Institutsgrenzen hinweg in Verbindung zu bringen. Hinzu kommen soziale Szenarien (Partizipation) auf Basis von Bürgerumfragen, Stakeholderbefragungen und Diskursverfahren und -formaten (z. B. Bürgergutachten). Abgebildet werden soll dadurch das prototypische Energieverhalten und die Energienutzung, die Bereitschaft zur Handlungsänderung und dafür subjektiv als wichtig definierte gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Akzeptanz verschiedener Technologien. Die Einschätzung relevanter Parameter und der Tendenz zu deren Veränderung soll wiederum mittels der Cross-Impact-Bilanzanalyse geleistet werden, u. a. durch Expertenbefragungen. Diese Vorgehensweise soll die Komplexität des modularen Modellverbundes reduzieren und pragmatisch auf als wissenschaftlich realistisch empfundene Optionen eingrenzen.

Projektpartner:

Innerhalb der Universität Stuttgart:

Außerhalb der Universität Stuttgart:

 

IBESSA untersucht den Lebensweg von Energieszenarien, also Prozesse von der Erstellung bis hin zur Rezeption und Verarbeitung durch gesellschaftliche Akteure. IBESSA ist ein Teilprojekt des Exzellenzcluster "Simulation Technology" (SimTech) der Universität Stuttgart

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In dem Projekt Stadt mit Energie-Effizienz – SEE Stuttgart wurde die CIB genutzt, um eine möglichst große Bandbreite an konsistenten Szenarien einer klimaneutralen Stadt Stuttgart im Jahr 2050 zu entwickeln. Diese dienten als Grundlage der Stadt Stuttgart zur Formulierung einer Roadmap. ZIRIUS war bei der Szenarioerstellung nicht federführend beteiligt, unterstützte die Projektpartner aber methodisch, etwa in Form einer CIB-Schulung und auch bei der Auswertung mit Hilfe der CIB-Software SzenarioWizard. ZIRIUS wirkte auch inhaltlich bei der Szenarien-entwicklung mit, z.B. beim Erstellen der Cross-Impact-Matrix und bei der Interpretation der Ergebnisse.

Laufzeit: 2011- 2017

Förderung: BMBF

Partner: 6 Partner, Koordination Stadt Stuttgart              

Ansprechpartner: Sandra Wassermann

Die von der Helmholtz-Gemeinschaft getragene interdisziplinäre Forschungsallianz Energy-Trans untersuchte die sozio-technischen Aspekte der Energiewende. Das CIB-Lab koordinierte die Foresight-Aktivitäten von Energy-Trans, entwickelte gemeinsam mit den Partnern das Konzept der „Kontextszenarien“, die mögliche Gesellschafts-Zukünfte mit möglichen Energie-Zukünften in Beziehung setzen und wendete das Konzept im Projekt „Integrated Scenario Building“ der Allianz in Zusammenarbeit mit dem DLR an.

Laufzeit: 2011 - 2016

Förderung: Helmholtz-Gemeinschaft              

Partner: 8 Partner, Koordination ITAS                                 

Ansprechpartner: Wolfgang Weimer-Jehle,Wolfgang Hauser, Sigrid Prehofer

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 wurde die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS gegründet, um die technisch ausgerichtete Energieforschung um eine sozialwissenschaftlich geprägte interdisziplinäre Perspektive zu ergänzen. Das Design zur Erforschung der Transformation des Energiesystems war auf die Untersuchung des Wechselspiels zwischen technischen Potenzialen, Innovationsprozessen, Nutzerverhalten, politischen und ökonomischen Randbedingungen, Konflikten sowie Steuerungsprozessen ausgerichtet. ZIRIUS war an allen fünf Themenfeldern beteiligt.

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Dieses Teilprojekt des Exzellenzclusters „Simulation Technologies“ (SimTech) der Universität Stuttgart untersucht Methoden des Umgangs mit politischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen im Rahmen von Umweltsimulationen. Umweltsimulationen sind ein wichtiges Instrument, um Umweltveränderungen sowie ihre regionalen und globalen Ursachen und Folgen zu analysieren und um mögliche Maßnahmen zu testen und zu evaluieren. Diese Simulationen sind sowohl für die Wissenschaft selbst als auch für die Politikberatung relevant.

Annahmen über (zukünftige) gesellschaftliche Kontexte - wie z.B. Bevölkerungswachstum, Konsumverhalten, technologische Entwicklung, Maßnahmen und Policies - haben einen starken Einfluss auf die Ergebnisse von naturwissenschaftlichen Umweltsimulationen. Umweltsimulationen werden der Komplexität und Unsicherheit sowie dem qualitativen Charakter gesellschaftlicher Dimensionen und ihrer Wechselwirkungen jedoch häufig nicht gerecht. Die Analysetiefe von „state of the art“-Umweltmodellierungen ist meist deutlich höher als diejenige der weniger elaborierter Behandlung gesellschaftlicher Aspekte ( z.B. über die externe Setzung einzelner gesellschaftlicher Parameter oder über intuitive Szenarien).

Um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesellschaft angemessener zu fassen, wird häufig eine interdisziplinäre Herangehensweise gefordert, die naturwissenschaftliches Wissen (z.B. Physik, Chemie, Ökologie, Hydrologie) mit sozialwissenschaftlichem Wissen (z.B. Soziologie, Wirtschafts- und Politikwissenschaft) verknüpft. Deshalb werden zunehmend Integrated Assessment Modelle (IAM) entwickelt, mit denen Umwelt und Gesellschaft als integrierte Systeme simuliert werden. Die Aussagekraft dieser IAM ist jedoch häufig dadurch eingeschränkt, dass erstens naturwissenschaftliche Zusammenhänge stark vereinfacht werden und dass zweitens gesellschaftliche Dimensionen allein über quantifizierbare Variablen aufgenommen werden.

Im Projekt ACCESS wird deshalb eine alternative methodische Herangehensweise des Umgangs mit gesellschaftlichen Kontexten im Rahmen von Umweltsimulationen untersucht. Die Cross-Impact Bilanzanalyse (CIB), eine systematische, formalisierte und qualitative Form der Systemanalyse, wird zur Entwicklung konsistenter gesellschaftlicher Kontextszenarien für Umweltsimulationen getestet. Im Rahmen von Fallstudien werden Bedarfe, Potentiale und Grenzen dieses interdisziplinären methodischen Ansatzes analysiert sowie Anwendungsprozesse für das Feld der Umweltsimulation entwickelt.


Literatur:

Weimer-Jehle W. und Kosow H. (2011): Gesellschaftliche Kontextszenarien als Ausgangspunkt für modellgestützte Energieszenarien. In: Dieckhoff C. et al. (Hrsg.): Energieszenarien - Konstruktion, Bewertung und Wirkung. KIT Scientific Publishing, Karlsruhe

Kosow H. (2014): Nachvollziehbarkeit und Konsistenz narrativer, numerischer und kombinierter Szenarien. In: Bellucci, S.; Bröchler, S.; Decker, M.; Nentwich, M.; Rey, L.; Sotoudeh, M. (Hrsg.) (2014): Vordenken – mitdenken - nachdenken. Technologiefolgenabschätzung im Dienst einer pluralistischen Politik; Edition Sigma Berlin.

Dieses Forschungsvorhaben konzentriert sich auf die Sicherung der Medikamentenwarenkette vom Arzneimittelhersteller über den Großhandel bis zum Point of Sale / Point of Care. Durch die vorgeschlagenen Sicherungsmaßnahmen sollen kriminelle oder versehentliche Handlungen bzw. Unfälle vermieden werden. Mögliche Bedrohungsszenarien können Medikamentenfälschungen, Anschläge durch das Einschleusen gefährlicher Medikamente, Unfälle im Verpackungsprozess oder in der Kühlkette u.a. sein. Im Ergebnis des Projektes sollen diese ökonomisch bewerteten Störungen in der Warenkette verhindert und so Fehlmedikationen und eventuelle großflächige Vergiftungen in der Bevölkerung ausgeschlossen werden.

Projektpublikationen:

Aschenbrücker, A., Löscher, M., Troppens, S. (2013), Scenario-based supply chain risk management to avoid drug shortages caused by external threats in the pharmaceutical supply chain, Konferenzbeitrag auf 20thEurOMA Conference, Dublin 7. - 12. Juni 2013.
 
Aschenbrücker, A., Löscher, M. (2013), Szenario-gestützte Identifikation von externer Bedrohungspotenzialen in der Medikamentenversorgungskette, IPRI-Praxis Nr. 2, Stuttgart.

Das LiWa-Projekt läuft unter dem Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen - Energie- und klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren". Es ist eines von 10 Projekten, das nach der zweijährigen Vorphase (2005-2007) für die Durchführung der fünfjährigen Hauptphase (2008-2013) ausgewählt wurde. Ziel des LiWa-Projektes ist die Entwicklung von Konzepten und Verfahren für die nachhaltige Planung und das Management der Wasserver- und -entsorgung in Lima, der Hauptstadt Perus. Dazu werden gemeinsam mit deutschen und peruanischen Partnern Szenarien für die zukünftige Wasserversorgung erstellt und anschließend in partizipativen Foren effektive, sozialverträgliche Maßnahmen entwickelt, die insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels und die Förderung energieeffizienter Strukturen berücksichtigen. Zusätzlich hat das BMBF eine Verlängerung bis Mai 2014 genehmigt.
Das Projekt gliedert sich in 6 Teilprojekte auf, wobei ZIRIUS federführend Teilprojekt 4 (Partizipation und Governance) bearbeitet. Gesamtkoordinator des Projektes ist ifak e.V. Magdeburg. Neben Teilprojekt 4, ist ZIRIUS für die Koordination des Projektes vor Ort und die Leitung des Projektbüros in Lima/Perú verantwortlich.

Projektpartner

Lehrstuhl für Hydrologie und Geohydrologie (IWS) der Universität Stuttgart

Institut für Landschaftsplanung und Ökologie (ILPOE) der Universität Stuttgart

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Hochschule Ostfalia

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Dieses Projekt befasste sich mit der Unsicherheit und Interdependenz von Rahmenannahmen in umweltbezogenen Modellrechnungen. Modellrahmenannahmen werden in der Modellierpraxis häufig ohne systematische Analyse ihrer gegenseitigen Einflussbeziehungen gesetzt und dadurch die Validität der Modellergebnisse beeinträchtigt. In diesem Projekt wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes demonstriert, wie mit Hilfe des CIB Verfahrens systematisch konstruierte und intern konsistente Rahmendatensätze für Umweltmodelle erarbeitet werden können.

Laufzeit: 2010-2011                                    

Förderung: UBA              

Partner: keine                                               

Ansprechpartner:   Wolfgang Weimer-Jehle, Sandra Wassermann, Hannah Kosow
 

Projekt untersuchte die sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe juveniler Adipositas in zwei Teilprojekten: aus der Betroffenenperspektive in Form von Interviews mit Betroffenen und ihren Angehörigen und aus Expertenperspektive in Form einer CIB-Analyse. Das CIB-Lab führte für dieses Projekt interdisziplinäre Expertenworkshops durch, erstellte ein qualitatives Risikomodell und wertete dieses mit der CIB-Methode aus, um umfeldangepasste Ansatzpunkte für die Adipositasprävention zu identifizieren.

Laufzeit: 2009 - 2012                                               

Förderung: BMBF

Partner: Uni. Hannover, Katalyse-Institut             

Ansprechpartner: Wolfgang Weimer-Jehle

In diesem Projekt wurde untersucht, aufgrund welcher Einflussfaktoren und mit welchen Auswirkungen Großunternehmen die Standorte für ihre FuE-Entwicklungen einerseits und ihre Diffusionsschwerpunkte andererseits auswählen. Die Untersuchung erfolgte beispielhaft anhand der Technologieentwicklung bei Kohlekraftwerken im Vergleich Deutschland und China. Zur Systemanalyse des Innovationsumfeldes und der Aktivitäten multinationaler Unternehmen wurde dabei CIB eingesetzt.  

Laufzeit: 2007 - 2009                                                                

Förderung: VW-Stiftung              

Partner: FZ-Jülich, ZEW                                                           

Ansprechpartner: Sandra Wassermann

Publikationen

Weimer-Jehle W. (2006): Cross-Impact Balances: A System-Theoretical Approach to Cross-Impact Analysis. Technological Forecasting and Social Change, 73:4, 334-361.

Kosow H. (2016): The best of both worlds? An exploratory study on forms and effects of new qualitative-quantitative scenario methodologies. Dissertation, Universität Stuttgart.

Kosow H. (2015): New outlooks in traceability and consistency of integrated scenarios. Eur J Futures Res 3:16, DOI 10.1007/s40309-015-0077-6.

Kosow, H. (2011): Consistent context scenarios: a new approach to ‘story and simulation’. In: Proceedings of the 4th International Seville Conference on Future-Oriented Technology Analysis (FTA), Seville (Spain), 12.-13.05. 2011.

Scheele R., Kearney N.M., Kurniawan J.H., Schweizer V.J. (2018): What Scenarios Are You Missing? Poststructuralism for Deconstructing and Reconstructing Organizational Futures. In: Krämer H., Wenzel M.: How Organizations Manage the Future - Theoretical Perspectives and Empirical Insights. Springer International Publishing, Kapitel 8. DOI: 10.1007/978-3-319-74506-0_8

Scheele R., Kosow H., Prehofer S. (2017): Kontextszenarien als Ergänzung modellgestützter Szenarioanalysen – Grundlagen und aktuelle Fragestellungen. In: Tilebein, M. et al. (Hrsg.) Digitale Welten: Neue Ansätze in der Wirtschafts- und Sozialkybernetik. Wirtschaftskybernetik und Systemanalyse Band 30, Berlin: Duncker & Humblot, 107-121.

Shojachaikar A. (2016): Qualitative but systematic envisioning of socio-technical transitions: Using cross-impact balance method to construct future scenarios of transitions. International Sustainability Transitions Conference 6-9 September 2016, Wuppertal.

Weimer-Jehle W., Kosow H. (2017): Konsistenz von gesellschaftlichen Rahmenannahmen - Erfahrungen mit CIB. In: Biemann K., Distelkamp M., Dittrich M., Dünnebeil F., Greiner B., Hirschnitz-Garbers M., Koca D., Kosow H., Lorenz U., Mellwig P., Neumann K., Meyer M., Schoer K., Sverdrup H., von Oehsen A., Weimer-Jehle W.: Sicherung der Konsistenz und Harmonisierung von Annahmen bei der kombinierten Modellierung von Ressourceninanspruchnahme und Treibhausgasemissionen. Umweltbundesamt Dokumentationen 04/2017, Dessau, 22-28.

Weimer-Jehle W., Prehofer S., Vögele S. (2013): Kontextszenarien - Ein Konzept zur Behandlung von Kontextunsicherheit und Kontextkomplexität bei der Entwicklung von Energieszenarien. TATuP 22(2), 27–36.

Weimer-Jehle W., Kosow H. (2011): Gesellschaftliche Kontextszenarien als Ausgangspunkt für modellgestützte Energieszenarien. In: Dieckhoff C. et al. (Hrsg.): Energieszenarien - Konstruktion, Bewertung und Wirkung. KIT Scientific Publishing, Karlsruhe.

Weimer-Jehle W. (2009): Properties of Cross-Impact Balance Analysis. arXiv:0912.5352v1.

Weimer-Jehle W. (2009): Szenarienentwicklung mit der Cross-Impact-Bilanzanalyse. In: Gausemeier J. (Hrsg.): Vorausschau und Technologieplanung. HNI-Verlagsschriftenreihe Vol. 265, Paderborn, 435-454.

Weimer-Jehle W. (2008): Cross-Impact Balances - Applying pair interaction systems and multi-value Kauffman nets to multidisciplinary systems analysis. Physica A, 387:14, 3689-3700.

Brodecki L., Fahl U., Tomascheck J., Wiesmeth M., Gutekunst F., Siebenlist A., Salah A., Baumann M., Brethauer L., Horn R., Hauser W., Sonnberger M., León C., Pfenning U., O'Sullivan M. (2017): Analyse der Energie-Autarkiepotenziale für Baden-Württemberg mittels Integrierter Energiesystemmodellierung. Forschungsbericht BWPLUS des Landes Baden-Württemberg.

Jenssen T., Weimer-Jehle W. (2012): Mehr als die Summe der einzelnen Teile - Konsistente Szenarien des Wärmekonsums als Reflexionsrahmen für Politik und Wissenschaft. GAIA 21/4, 290–299.

Jenssen T., Weimer-Jehle W. (2012): Möglichkeitsräume des zukünftigen Konsums von Wärme. In: Gallego Carrera D., Renn O., Wassermann S., Weimer-Jehle W. (Hrsg.): Nachhaltige Nutzung von Wärmeenergie (Sustainable Heat Consumption). Springer-Vieweg, Heidelberg, Wiesbaden.

Senkpiel C., Shammugam S., Biener W., Saad Hussein N., Kost C., Kreifels N., Hauser W. (2016): Concept of evaluating chances and risks of grid autarky. 13th International Conference on the European Energy Market (EEM), June 6-9, 2016, Porto (Portugal). DOI: 10.1109/EEM.2016.7521177

Vögele S., Hansen P., Poganietz W.-R., Prehofer S., Weimer-Jehle W. (2017): Scenarios for energy consumption of private households in Germany using a multi-level cross-impact balance approach. Energy 120, 937-946. DOI: 10.1016/j.energy.2016.12.00.

Weimer-Jehle W., Prehofer S., Vögele S., Buchgeister J., Hauser W., Kopfmüller J., Naegler T., Poganietz W.-R., Pregger T., Rösch C., Scholz Y. (2017): Kontextszenarien - Ein Konzept zur Behandlung von Kontextunsicherheit und Kontextkomplexität bei der Entwicklung von Energieszenarien und seine Anwendung in der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS. In: Jens Schippl, Armin Grunwald, Ortwin Renn (Hrsg.). Die Energiewende verstehen – orientieren – gestalten. Erkenntnisse aus der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, p. 257-94.

Weimer-Jehle W., Buchgeister J., Hauser W., Kosow H., Naegler T., Poganietz W., Pregger T., Prehofer S., von Recklinghausen A., Schippl J., Vögele S. (2016): Context scenarios and their usage for the construction of socio-technical energy scenarios. Energy 111, 956–970. DOI: 10.1016/j.energy.2016.05.073.

Weimer-Jehle, W. (2015): Cross-Impact Analyse, in: Niederberger, M./Wassermann, S. (Hrsg.): Methoden der Experten- und Stakeholdereinbindung in der sozialwissenschaftlichen Forschung, Wiesbaden: VS-Verlag: 17-34.

Deuschle J., Weimer-Jehle W. (2016): Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - Analyse eines Gesundheitsrisikos. In: Benighaus L., Renn O., Benighaus C. (Hrsg.): Gesundheitsrisiken im gesellschaftlichen Diskurs. Bremen: EHV Academicpress: 66-98.

Weimer-Jehle W., Deuschle J., Rehaag R. (2012): Familial and societal causes of juvenile obesity - a qualitative model on obesity development and prevention in socially disadvantaged children and adolescents. Journal of Public Health, 20(2), 111-124.

Fuchs G., Fahl U., Pyka A., Staber U. Vögele S., Weimer-Jehle W. (2008): Generating Innovation Scenarios using the Cross-Impact Methodology. Department of Economics, University of Bremen, Discussion-Papers Series No. 007-2008.

Weimer-Jehle W., Wassermann S., Fuchs G. (2010): Erstellung von Energie- und Innovations-Szenarien mit der Cross-Impact-Bilanzanalyse: Internationalisierung von Innovationsstrategien im Bereich der Kohlekraftwerkstechnologie. 11. Symposium Energieinnovation, TU Graz, 10.-12.02.2010.

Weimer-Jehle W., Fuchs G. (2007): Generierung von Innovationsszenarien mit der Cross-Impact Methode. In: Innovation und moderne Energietechnik. Forum für Energiemodelle und energiewirtschaftliche Systemanalyse, eds., LIT-Verlag, Münster.

Renn O., Deuschle J., Jäger A., Weimer-Jehle W. (2009): A normative-functional concept of sustainability and its indicators. International Journal of Global Environmental Issues, 9:4, 291-317.

Renn O., Deuschle J., Jäger A., Weimer-Jehle W. (2007): Leitbild Nachhaltigkeit - Eine normativ-funktionale Konzeption und ihre Umsetzung. VS-Verlag, Wiesbaden.

Weimer-Jehle W., Wassermann S., Kosow H. (2011): Konsistente Rahmendaten für Modellierungen und Szenariobildung im Umweltbundesamt. Gutachten für das Umweltbundesamt (UBA), UBA-Texte 20/2011, Dessau-Roßlau.

Kosow H., León C., Zahumensky Y.  (2019): Water conflict and policy analysis: A new methodology to identify conflict free policy-mixes”, GRoW- Mid-term Conference: Global analysis and local solutions for sustainable water resources management, 20-21.02.2019, Frankfurt am Main, PDF

Kosow H., León C., Schütze M. (2013): Escenarios para el futuro - Lima y Callao 2040. Escenarios CIB, storylines & simulacin LiWatool [Zukunftsszenarien für Lima and Callao 2040. CIB Szenarien, Storylines und LiWatool Simulationen, in spanischer Sprache]. Szenariobroschüre des Liwa Projektes (www.lima-water.de).

Schütze M., Seidel J., Chamorro A., León C. (2018): Integrated modelling of a megacity water system – The application of a transdisciplinary approach to the Lima metropolitan area. Journal of Hydrology. DOI:

Leiter des Cross-Impact Bilanz Analyse Lab

Sprecher Forschungsbereich Methodenentwicklung / Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Leiter des CIB Lab
Telefon: +49 711 685-84301

Mitarbeiter

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