KOMPLAN – Vom wissenschaftlichen Modell zum praxisrelevanten Planspiel

Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung

Modulares Planspiel zur Antizipation von Konflikten in der kommunalen Klimaanpassung am Beispiel Bewässerung

Projektförderung

Wissenschafts- und Technologietransferprojekt der Universität Stuttgart
(Haushaltsmittel)

Projektlaufzeit

September 2025 – August 2026

Projektziele

Das Projekt KOMPLAN überträgt das im Forschungsprojekt ZuWaKo entwickelte Planspiel zu zukünftigen Wasserkonflikten auf einen breiteren kommunalen Kontext: Das bestehende Modell wird modular erweitert, um an unterschiedliche lokale Bedingungen angepasst zu werden. Ziel ist es, Kommunen und Praxisakteure dabei zu unterstützen, Wechselwirkungen, Synergien und mögliche Konflikte bei der Klimaanpassung und der zukünftigen Nutzung der Ressource Wasser systematisch zu betrachten.

Motivation

Klimaveränderungen führen zu veränderten Niederschlagsmustern, höheren Temperaturen sowie zunehmenden Dürre- und Starkregenereignissen. Dadurch steigen die Anforderungen an eine nachhaltige und koordinierte Nutzung der Ressource Wasser. Unterschiedliche Nutzungsansprüche von Landwirtschaft, Kommunen, Wasserwirtschaft und weiteren Akteuren können dabei zu Konflikten führen, zugleich bestehen Potenziale für gemeinsame Lösungen.

Das Projekt KOMPLAN überführt ein bestehendes Planspiel, welches das komplexe Gefüge am Beispiel der zukünftigen Bewässerung wiedergibt, aus einem wissenschaftlichen Anwendungskontext in die kommunale Praxis. Insbesondere Entscheidungsträger aus Kommunen und übergeordneten Behörden sollen damit unterstützt werden, Maßnahmen in ihren Systemauswirkungen zu verstehen und synergetische Lösungsansätze zu identifizieren.

Vorgehen

Gemeinsam mit relevanten Akteuren weiterer Fallregionen wird das bestehende Planspiel zunächst erprobt und auf Anpassungsbedarfe untersucht. Anschließend wird das Modell mithilfe von Interviews und Fokusgruppen validiert, erweitert und in eine modular  anpassbare Version übersetzt, die verschiedene lokale Bedingungen repräsentieren kann.

In einer abschließenden Workshopreihe wird das angepasste Modell in der Praxis getestet.

Erwartete Ergebnisse

Entstehen soll ein modular einsetzbares Planspiel, mit dem Maßnahmenoptionen und deren Wechselwirkungen untersucht sowie Synergien und Konfliktpunkte sichtbar gemacht werden können. Der Ansatz soll Kommunen dabei unterstützen, ein gemeinsames Systemverständnis zu entwickeln, sektorübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und zukünftige Strategien zur Klimaanpassung unter Unsicherheit zu reflektieren. Die Erfahrungen aus dem Projekt fließen in einen Praxisleitfaden und ein Video-Tutorial ein.

Projektleitung

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