Projektförderung
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Förderprogramm „Exportinitiative Umweltschutz“ https://www.exportinitiative-umweltschutz.de/
Projektlaufzeit
September 2025 bis August 2027
Ausgangslage
In vielen Städten Perus sind die Wasserressourcen übernutzt. Ursachen sind schnelles Bevölkerungswachstum, die Folgen des Klimawandels und eine unzureichende Infrastruktur für Wasser- und Abwasserversorgung. Besonders angespannt ist die Lage in Lima. Mit rund zehn Millionen Einwohnern zählt die Hauptstadt zu den trockensten Metropolregionen weltweit. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind noch nicht an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen.
Das Forschungsprojekt NEWA2 baut auf den Ergebnissen von NEWA-LIMA (2022–2024) auf. Während sich NEWA-LIMA insbesondere auf MAR-Technologien und die Anwendung der Tropfkörpertechnologie – eines der energetisch günstigsten biologischen Abwasserreinigungsverfahren – konzentrierte, legt NEWA2 den Schwerpunkt auf die Verbesserung der sicheren Wasserwiederverwendung, die Weiterentwicklung und Skalierung von MAR-Technologien sowie den Einsatz von Membrantechnologien zur nachhaltigen Wasseraufbereitung.
Ziele und Vorgehen
Das Projekt NEWA2 verfolgt einen integrierten Ansatz, der technologische Innovation, praktische Umsetzung und Kapazitätsaufbau miteinander verbindet. Mit einer Vision der Kreislaufwirtschaft im Wassermanagement fördert das Projekt die effiziente Nutzung und Wiederverwendung von Wasser durch nachhaltige Lösungen. Durch eine Pilotanlage zur kontrollierten Grundwasseranreicherung (MAR) und eine solarbetriebene Membrananlage wird gezeigt, wie Abwasser effizient aufbereitet und sicher in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Die Wasserqualität wird regelmäßig überwacht und die Reinigungseffizienz bewertet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fortbildung lokaler Fachkräfte, die den Betrieb der Anlagen langfristig sichern. Zudem finden Workshops, Dialogveranstaltungen und ein Technologieforum statt. Auf diese Weise werden technologische Innovationen mit transdisziplinären Forschungsansätzen miteinander verknüpft, um wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisorientierte Lösungen im Bereich des urbanen Wassermanagements zu integrieren.
Aufgabe von ZIRIUS
Die zentrale Aufgabe von ZIRIUS im Projekt NEWA2 liegt in der Koordination des Gesamtvorhabens und in der Gestaltung der transdisziplinären Schnittstellen zwischen Forschung und Praxis. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung lokaler Akteure des Wassersektors in Lima, um wissenschaftliche Erkenntnisse, institutionelle Strukturen und gesellschaftliche Perspektiven miteinander zu verknüpfen.
Ergänzend übernimmt ZIRIUS die Wissenschafts- und Öffentlichkeitskommunikation, um die Projektergebnisse in unterschiedliche gesellschaftliche Kontexte zu transferieren. Durch Informationsmaterialien (z. B. Infobroschüren, Videos, Online-Formate) werden Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Diskussionen über nachhaltige Wasserbewirtschaftung und Ressourcennutzung angeregt.