Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung

Promoting Societal Engagement under the Terms of Responsible Research and Innovation

PROSOs Ziel ist es, die Beteiligung von Akteuren des Dritten Sektors und von Bürgerinnen und Bürgern im Bereich Forschung und Innovation zu fördern. Optionen und Empfehlungen hierfür werden anhand von drei Beispielfeldern entwickelt: Nanotechnologie, Gesundheit und Ernährung, sowie Bioökonomie.

Projektförderung

PROSO wird unter Horizont 2020, dem EU Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, und dem Fördervertrag Nr. 665947 finanziert.

Projektlaufzeit

1. Januar 2016 bis 28. Februar 2018

Eine der Kernideen des neuen Konzepts "Verantwortliche Forschung und Innovation" ("Responsible Research and Innovation", RRI) der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik ist gemeinsames Lernen und die wechselseitige Abstimmung in Forschungs- und Innovationsprozessen. Durch die Teilhabe und Zusammenarbeit von Akteuren aus den Bereichen Forschung, Politik, Industrie- und Wirtschaft sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern sollen Forschung und Innovation (F&I) besser an den Werten, Bedürfnissen und Erwartungen der Europäischen Gesellschaften ausgerichtet werden.

Das Ziel von PROSO ist es, die Beteiligung von Akteuren des sogenannten Dritten Sektors (zivilgesellschaftliche Organisationen, kirchliche Akteure, Gewerkschaften etc.) und von Bürgerinnen und Bürgern im Bereich Forschung und Innovation zu fördern. Dafür entwickelt das Projekt Optionen und Empfehlungen, wie die Beteiligung auf nationaler und europäischer Ebene aktiv gefördert und wirksam umgesetzt werden kann. Die Optionen und Empfehlungen werden anhand von drei Beispielfeldern für F&I entwickelt: Nanotechnologie, Gesundheit und Ernährung, sowie Bioökonomie.

Zu den zentralen Projektaufgaben gehören:
• die systematische Aufarbeitung des bisherigen Forschungstands für einen Überblick von Anforderungen, die sich im Rahmen von RRI an die Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Akteuren und BürgerInnen stellen;
• die systematische Analyse von akteursspezifischen Hindernissen - Anreizen für Beteiligung und die Untersuchung der Frage, inwieweit sich Bezüge zwischen Hindernissen und Anreizen auf der einen und Forschungs- und Innovationsfeldern auf der anderen Seite herstellen lassen;
• die Organisation von Diskussionsforen für einen Austausch zwischen den verschiedenen Akteursgruppen zur Validierung der identifizierten Hindernisse und Anreize und zur gemeinsamen Herausarbeitung innovativer Ansätze zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe in Forschung und Innovation.

PROSO bedient sich dabei vor allem dieser Forschungsinstrumente:
• qualitative Interviews mit VertreterInnen zivilgesellschaftlicher und forschungspolitischer Akteure;
• nationale Bürgerforen in fünf europäischen Ländern: Bulgarien, Deutschland, Österreich, Portugal und Großbritannien;
• eine Europäische Stakeholder-Konferenz und eine Reihe von Expertenworkshops.

Ansprechpartner

Mitarbeiter