Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung

Wissens- und Technologietransferprojekt: Die Energiewende vor Ort visualisieren und erlebbar machen. Erfahrungen und Begegnungen als Motor kollektiver gesellschaftlicher Diskurse

Das Potential von Energieszenarien zur Unterstützung von Entscheidungen zur Gestaltung des künftigen Energiesystems, wird oft nicht ausgeschöpft, da die rein kognitive Auseinandersetzung mit verschiedenen Zukünften zu abstrakt und wenig greifbar erscheint. Das Wissens- und Technologietransferprojekt (WTT) knüpft daran an und zielt auf den Ausbau und die Weiterentwicklung der Szenariotechnik im Sinne eines verbesserten Wissenstransfers in die Gesellschaft und die Erlebbarkeit von Zukünften als Motor für kollektive, gesellschaftliche Diskurse über die Energiewende.

Projektförderung

Universität Stuttgart

Projektlaufzeit

Januar 2019 - Dezember 2019

 

Vor dem Hintergrund der Herausforderung einer gesamtgesellschaftlichen Umsetzung der Energiewende als Transformationsprozess zu einem nachhaltigen Energiesystem verfolgt das Projekt die Weiterentwicklung und Erprobung des Potentials von Energieszenarien als Kommunikations- und Partizipationstool.

Energieszenarien bieten die Chance, Zukünfte für gesellschaftliche Akteure zugänglich zu machen sowie eine Grundlage für Diskussionen und Konsultationen mit Stakeholdern und Bürgerinnen und Bürgern. Ihr Potential wird jedoch oft nicht ausgeschöpft, da die rein kognitive Auseinandersetzung mit Szenarien, eine Übertragung in die Lebenswelt nur begrenzt ermöglicht. Ziel des Projekts ist es dieses Potential auf innovative Weise nutzbar zu machen.

Mögliche Energiezukünfte, deren implizierte Pfadabhängigkeiten und Interdependenzen von Handlungsoptionen auf individueller und kollektiver Ebene werden unter Einbezug von Bürgerinnen und Bürgern visualisiert und so für sie direkt erlebbar und erfahrbar.

Darüber hinaus geht es um die Frage, inwieweit die Erlebbarkeit von Energiezukünften zu einer Aufhebung von individuellen und organisatorischen Perspektiven und Beurteilungen, zwischen Stadt und (Um-)land und damit zu einem gemeinsamen Verständnis für eine erfolgreiche Transformation beitragen kann.

Umgesetzt wird das Vorhaben in zwei ausgewählten Pilotregionen in Baden-Württemberg, einem (groß)städtischen Quartier sowie einer ländlichen Gemeinde.

Das Projekt wird im Rahmen eines Begleitkreises durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg unterstützt.

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